Wie du ein Optimist wirst

Sei ein richtiger Optimist
Es scheint, dass der Optimismus voll den aktuellen Vorstellungen der westlichen Welt entspricht. Längst haben sich alle Coaches, die Literatur sowie die Motivationslehrgänge voll auf die Kraft des Optimismus gestürzt und sie versuchen jedem beibringen zu wollen, wie er am schnellsten zum Optimisten mutiert.

Ich persönlich sehe den Optimismus zwar nicht als Allheilmittel für jede Situation, aber es ist nun einmal bewiesen, dass Optimisten eher zu Erfolg neigen und zudem auch noch gesünder sind. Und was soll ich sagen, es ist doch wirklich nichts Falsches daran, die Fähigkeit eine Situation zu reflektieren und so von ihr zu lernen und an ihr zu wachsen.

Also nehme ich mir heute mal der Thematik an. Aber sei dir gewiss, dass dies nicht einer dieser Texte sein wird, der Balsam für deine Seele ist, der dir dauernd den Kopf tätschelt, damit es dir besser geht, und dein Ego dadurch boostet, dass ich dir laufend erzähle wie einzigartig und speziell und toll du bist. Eher stelle ich hier Praktiken zur Diskussion; Schritte und grundsätzliche Einstellung um dein Gefühl für Optimismus und deine Grundzufriedenheit zu steigern.

Optimismus ist biologisch

Um ein Optimist zu werden, musst du verstehen, dass Optimismus zuerst und vor allem biologisch basiert ist. Es sollte jedoch nicht besonders überraschend für dich sein. Schließlich ist alles was du denkst, alles das du fühlst, alles das du erfährst gesteuert von deinem Gehirn.

Wenn du also nicht auf deine biologische Konstitution achtest, dann wirst du auch niemals dein vollständiges Potential ausschöpfen können. Also beginnen wir mit den physischen Gegebenheiten und kommen später zu den psychologischen und emotionalen.

Optimismus bedeutet nicht dauerglücklich zu sein

Es gibt diese ungenaue Vorstellung von Optimismus, bei welcher Personen glauben, dass Optimismus bedeutet immer glücklich sein zu müssen. Als ob du in einem Unfall verwickelt wärest, oder deine Frau richtig krank wird und du grinsend sagen müsstest: „Ich weiß, dass alles besser wird.“

Aber das ist es nicht, was Optimismus ist, überhaupt nicht. Optimismus bedeutet nicht, niemals aufgebracht zu sein. Es bedeutet auch nicht, dass du niemals traurig oder enttäuscht sein darfst. Und definitiv bedeutet es nicht, dass du immerzu glücklich sein musst. Personen, die tatsächlich grundlegenden Optimismus erreicht haben, sind alles andere nur nicht naive. Sie glauben dass die Welt grundsätzlich ein guter Platz ist, verschließen jedoch nicht ihre Augen vor der Realität mit Gewalt, Unglück, Zerstörung und problematischen sozialen Konflikten.

Und das ist es, was wahrer Optimismus ist. Wahrer Optimismus bedeutet die Welt zu sehen, wie sie tatsächlich ist aber trotzdem die hellen Seiten der Dinge zu erkennen, die dunklen Schattenseiten akzeptieren und den Mut zu haben zu versuchen die Welt trotzdem ein klein wenig in die positive Richtung zu verändern.

Also vergiss den Gedanken daran, dass Optimismus bedeutet, dass du falsch grinsend in der Gegend herum rennst und versuchst die Welt glauben zu machen, dass doch alles nur supertoll ist.

Aber, nach diesem kleinen Eingang… kommen wir zum ersten Schritt auf deinem Weg

Bring deinen Körper in Form!

Fang an zu trainierenDu frägst dich sicher, wieso du um ein Optimist zu werden, erst einmal deinen Körper in Form bringen musst und was Optimismus mit körperlicher Konstitution zu tun hat.

Die Antwort ist kurz: ALLES.

Leute unterschätzen chronisch die Verbindung zwischen der Tatsache wie du deinen Körper behandelst und wie dein Geist funktioniert. Folgende drei Faktoren beeinflussen die Geisteskapazität für positives Denken:

  1. Training
  2. Richtige Ernährung
  3. Schlaf

Training: Es bedeutet nicht, dass du sieben Tage die Woche ins Fitnessstudio rennen musst, dass du Massen an Muskulatur aufbauen musst, oder aber an einem Triathlon teilnehmen. Aber es bedeutet, dass du deinem Körper regelmäßig etwas Bewegung gönnen musst.

Für die meisten Leute sind 30 Minuten täglich ausreichend um sie gesund zu bewahren.

Übungen oder Training ist wichtig, da es deinen Energiehaushalt oben hält, es deinen Körper so ermöglicht Adrenalin und Endorphine auszuschütten, welche wiederum dein Gehirn glücklich stimmen. So kann das Gehirn mehr Noradrenalin ausschütten, welches dir hilft fokussiert zu bleiben, wenn du Aufgaben erledigst. Und schließlich schüttet es Dopamin aus – Als Belohnung für eine erledigte Aufgabe.

Sobald du also ein Training in deinen täglichen Ablauf einprogrammiert hast, kommt der Effekt deines Gehirns wie ein Bumerang zurück und dein Körper wird beginnen sich selbst zu nähren.

Oft bekommt man ja die Ausrede zu hören: „… aber ich habe gar keine Zeit dafür…“ Lass mich dir etwas sagen: ’… du hast keine Zeit es nicht zu tun…’. Bedenke einfach das Potential, welches du mit Training ausschöpfen kannst um mehr und bessere Arbeit zu leisten.

Die richtige Ernährung: Wichtig für eine erfolgreiche Verbindung zwischen Kopf und Körper ist die Ernährung. Und auch hier ist der chemische Gedanke im Hinterkopf. Die einzelnen chemischen Reaktionen, die dir erlauben dich besser zu fokussieren, positiv zu denken und aber auch die dir erlauben produktiv zu bleiben. Und das alles hängt natürlich von den einzelnen Bestandteilen deiner Mahlzeiten ab.

„Du bist was du isst“ … de facto gar kein so altbackener abgedroschener Spruch – eher die absolute Wahrheit. Wusstest du, dass deine DNA, also dein ganz persönlicher genetischer Code, sich jedes Mal verändert, sobald du Nahrungsmittel zu dir nimmst? Ganz einfach gesagt: Wenn du gute Sachen isst, wird die Struktur positiv verändert und jedes Mal wenn du dir Junk reinziehst, verändert sich die Struktur etwas in die entgegengesetzte Richtung. Auch tritt der Effekt, bzw. die Veränderung schneller ein, als es dir vielleicht bewusst ist, oftmals sogar sofort.

Also was solltest du idealerweise essen? Folgende Sachen:

Grünes Gemüse: Kreuzblütler (Grünkohl, Spinat, Broccoli, Mangold usw. ) bewirken wahre Wunder in Körper und Gehirn. Nicht nur enthalten sie viel Eisen, sie enthalten auch Phytonährstoffe, die deinem Körper dabei helfen sich selbst zu heilen.

Omega-3 Fette: Dein Gehirn ist quasi aus Omega-3 aufgebaut. Und trotzdem nehmen viele Leute weniger als 5% der empfohlenen Menge zu sich. Um deinen mentalen Kraftreserven sofort auf ein hohes Level aufladen möchtest, greife zu Omega-3; Eier, Fisch, Hanf, Leinsamen und andere wild-gefangene Nahrungsmittel.

Nüsse und Samen: Nüsse und Samen enthalten viel Protein, gesunde Fette und Öle, so dass du sie unbedingt mit in einen Ernährungsplan mit aufnehmen solltest.

Süßkartoffeln und Avocado: Beides Kraftwerke für gesunde Ernährung verschiedenster Disziplinen und dazu richtig lecker. Also greif zu.

Fleisch (aber nicht zu viel): Es ist nichts gegen eine gesunde Portion Fleisch einzuwenden aber viele Menschen essen viel mehr als sie eigentlich benötigen.

B-Vitamine: die meisten benötigen mehr B6, B12 und Folsäure – Sie regulieren die Fähigkeit zu entspannen, zu schlafen und zu fokussieren – als sie durch moderne Diäten und generell moderne Ernährungsweise zu sich nehmen. Hier kannst du zu Vitamin-B Nahrungsergänzung in Pulverform greifen um deinen Geist in 1a-Zustand zu halten.

Hast du gemerkt, dass an keiner Stelle der Liste Sachen enthalten waren wie Alkohol, Fast Food oder selbst Milchprodukte? Diese Sachen neigen dazu dich hintergründig eher vom Wohlsein wegzuzerren. Mit Essen gibt es soweit also nur schwarz oder weiß: Gesund essen und somit die Gesundheit steigern, oder aber ungesund essen und somit der Gesundheit direkt schaden.

Ein wirklich gutes Buch, wenn zur Verlinkung von Körper und Geist kommt ist das Buch Ultramind Solution . Eines der wenigen Büchern, von denen ich behaupten kann, es hätte mein Leben, bzw. meine Art der Ernährung verändert. Es bringt dir näher, wie du oben erwähnte Zutaten verwenden kannst, und treibt es natürlich noch etwas bunter. Wenn du also des Englischen mächtig bist und einen guten Ratgeber zum Thema Ernährung suchst, solltest du unbedingt zugreifen.

Schlaf: Schlaf ist das letzte Bindeglied deiner Körper und Geist Transformation. Die Vorteile eines erholsamen Schlafes können nicht oft genug hervorgehoben werden. Obwohl oft genug diskutiert und debattiert wird, wie viel Schlaf der Mensch tatsächlich braucht, ist es klar, dass die meisten von uns zu wenig davon haben. Also gib deinem Körper die benötigte Verschnaufpause und ehre die Zeit, in welcher sich dein Körper von allein generiert, heilt, erholt. Tagsüber zehren wir an ihm und Abends missachten wir seine Bedürfnisse.

Um es auf den Punkt zu bringen. Wenn du ein Optimist werden willst, dann musst du eine Menge Sachen machen, die die meisten Menschen ignorieren. Viel zu viele Leute ignorieren ihr Gesundheit zur Gänze, was eine Ironie ist, dann eigentlich wären sie zu so viel möglich, wenn sie auf ihren Körper Acht geben würden.

Wenn du also Acht auf deinen Körper gibst, kannst du mehr Dinge des Lebens ab, schaffst selbst mehr, hast die Kraft für mehr – du fühlst dich fitter, und dein mehr an Energie macht sich in deiner Grundeinstellung bemerkbar, die es dir erlaubt optimistischer an Sachen heranzutreten.

Der Sieg von innen

Alle Leute die optimistisch durch ihr Leben gehen, verstehen, dass alles im Leben temporär ist. Die Gefühle der Menschen, deren Körper, ihr geistiger Zustand und selbst grundlegende Charakterzüge ändern sich andauernd. Wenn du also dein Selbstwert auf andere Personen fundierst, beziehungsweise es von anderen Personen abhängig machst, wirst du nichts erfahren, außer Herzschmerz und Unzufriedenheit.

Sobald du also deinen biologischen Grundstein in dir selbst gelegt hast, dann ist der Kern dessen ein Optimist zu werden, dass du dich selbst beherrscht. Sobald du diesen festen, unerschütterlichen Grundstein gelegt hast, wirst du der Welt ganz anders gegenübertreten, mit einem Lächeln und mit dem Glauben an das Gute deiner Arbeit und der Arbeit derer neben dir.

Wenn du es aber nicht schaffst, dich selbst in den Griff zu bekommen – selbst wenn du die körperlichen Hürden alle genommen hast – werden deine Grundmauern aus Sand gebaut sein. Und du wirst merken, wie sich der kleinste Funken Optimismus und Selbstbewusstsein, den du dir hart erarbeitet hast, jäh in Luft auflöst. Also solltest du den zweiten Schritt auf dem Weg ein Optimist in allen Situationen zu werden auf keinen Fall ignorieren:

Kontrolliere dich selbst

Ich bin der festen Meinung, dass die Selbstkontrolle der Schlüssel dazu ist, die Tür zur Effektivität aufzustoßen.

Lass die Opfer Mentalität bei Seite. Du kannst nicht vieles kontrollieren, das dir im Leben widerfährt, aber du hast definitiv die Möglichkeit zu beeinflussen, wie du auf diese Geschehnisse reagierst und wie du auf sie antwortest.

Wenn du etwas Wichtiges erledigen wirst, oder wenn du an eine optimistische Weltansicht glaubst, dann ist es das erste und Wichtigste, dass du dein größter eigener Fan bist.

Wenn du also Kontrolle über dich selbst gewinnen willst, dann solltest du folgende Punkte unbedingt abarbeiten.

Lies mehr. Sowohl Fiction als auch nicht fiktive Bücher. Die fiktiven um deine Vorstellungskraft und dein Empathie zu stärken, die nicht fiktiven um deine logische Denkweise zu steigern.

Schreibe. So lernst du, wie du deinen Gedanken, in einer sauberen nicht rein oberflächlichen Art und Weise artikulierst.

Meditiere. Meditation verändert buchstäblich die chemische Zusammensetzung deines Gehirns. Sie macht dich ausdauernder gegen Schmerz. Es macht dich weniger bedürftig und ängstlich. Es wird dir helfen zu verstehen, dass da so viel mehr in der Welt ist außer dir. Körperlich bringt es zudem Vorteile. Und es gibt so viele Möglichkeiten: Qi gong, Yoga, Zen, selbst ein stiller Spaziergang am Nachmittag durch den Wald.

Reflektion. Zwischen Reflektion und Meditation gibt es entscheidende Unterschiede. Meditation konzentriert sich auf das Wahrnehmen all der kleinen Dinge, die normalerweise übersehen werden, die um einen herum geschehen und einfach da sind. Reflektion ist auf das aktive in dich Hineinsehen fokussiert. Es geht darum, dass du dein Leben aus einer anderen Perspektive siehst, die Skripte die darin ablaufen, die Annahmen und wie sie dich leiten. Zur Reflektion gehört aber nicht nur diese Skripte, Automationen zu sehen und zu erkennen, nein, viel wichtiger ist diejenigen, die keinen oder nur sehr geringen Wert für dich haben zu entfernen. Diejenigen jedoch, die für dich einen Vorteil darstellen, die sollst du erweitern. Wenig Leute nehmen sich die Zeit sich selbst und ihr Leben zu reflektieren. Aber ich verspreche dir, dass die meisten Optimisten es definitiv tun.

Lerne Fehlschläge zu lieben

Wir leben in einer sehr konkurrenzbetonten Welt und Kultur. Uns wird tagtäglich gesagt, dass wir besser sein müssen als unser Nachbar, sonst stehen wir als nutzlos da. In dieser Stimmung versuchen Personen sich selbst zu schützen. Jeder versucht sich selbst von anderen abzuheben, oder gehen über ihre Grenzen um nicht als unfähig oder als Fehlschlag dazustehen.

Lass dich nicht unterkriegenAber mit diesem Konkurrenzgedanken gepaart mit einer Wehleidigkeit und Selbstverhätschelung kommt die Angst verletzt zu werden. Und mit Angst der Verletzbarkeit kommt die Angst des Misserfolgs. Es ist meine feste Überzeugung, dass Menschen keine Angst vor dem Scheitern selbst haben, sondern mehr davor was andere Menschen darüber denken, bzw. wie sie beurteilt werden, wenn bestimmte Leute erfahren haben, dass sie gescheitert sind.

Ironischerweise sind die optimistischsten Personen diejenigen, die die meisten Misserfolge durchleben. Weise Personen behaupten stets, dass ein jedes Scheitern, dass du deinem Nebenmann voraus hast, dich besser macht als ihn. Es macht dich besser, weil du mehr Erfahrung gesammelt hast, oder Durchhaltevermögen, oder aber mehr Bezugspunkte auf die du dich stützen kannst um zukünftig einen umso größeren Erfolg zu feiern, als dein Konkurrent, der die initiale Befriedigung des Erfolgs hatte.

Scheitern und Misserfolge gehören zum Leben. Wenn du bisher nicht gescheitert bist, bedeutet das:

  1. du hast es nicht versucht
  2. du hast dich vor den Spiegel gestellt und hast viel Zeit damit zugbracht alles ganz genau durchzuspielen, und deinen kleinen Erfolge vorzubereiten, die deiner Komfortzone entsprungen sind.

Wenn du dir Personen ansiehst, die ein großes Unterfangen unternommen haben, wirst du sehen, dass ihr Weg gepflastert ist mit Fehlschlägen in anderen Bereichen bzw. bei anderen Zielen, oder aber dass sie auf ihrem aktuellen Weg zum erreichten Erfolg viele Rückschläge und Misserfolge vorweisen können.

Vielleicht bist du einmal über die Sendung “Die Höhle der Löwen“ gestoßen, eine Sendung über Junge Unternehmer, die um Finanzmittel werben. Das amerikanische Pendant dazu ist “Shark Tank“. Barbara Corcoran – eine Unternehmerin aus der Jury und Immobilien Mogul – sagt zu diesem Thema, dass der Unterschied zwischen einer Person die 40.000 – 50.000 € und einer die 4-5 Mio € verdient nicht derjenige ist, wie hart sie arbeiten, oder wie klug sie sind. Es ist ihre Fähigkeit von Rückschlägen getroffen zu werden und trotzdem weiter zu machen. Sie sagt, dass manche dieser Leute sogar noch beharrlicher werden, nachdem sie einen Rückschlag erleiden.

Hier der entsprechende Artikel (englisch): http://www.businessinsider.com/barbara-corcoran-real-estate-salaries-2014-4

Wenn du also ein Optimist werden willst, musst du Fehlschläge als Teil deines Lebens akzeptieren. Leute sagen, dass alle guten Sachen ein Ende haben. Aber das ist nur die Hälfte der Wahrheit. Alle Dinge haben ein Ende – sowohl die guten als auch die schlechten.

Erfolg und Fehlschläge gleichermaßen. Wenn du also eine Kette an Misserfolgen durchlebst, weißt du, dass dies auch wieder ein Ende haben wird, versuche es nur weiter, optimiere und justiere in diese Richtung.

Es ist unumgänglich, dass du auch Misserfolge erfährst. Die Frage ist nur, wie lange du in diesem Kampf durchhälst.

Der äußere Erfolg

Akzeptiere andere

Wirfst du anderen ihre Fehler vor? Bist du der Meinung, dass Frauen dranbleiben sollen und lernen wie sie keusch und loyal bleiben, denn schließlich ist es so vorgesehen? Denkst du, dass dein Boss eine nettere Person sein sollte? Denkst du, dass die bösen Menschen da draußen aus ihren Fehlern lernen sollten und auf die gute Seite wechseln sollten?

Wenn ja, dann hast du nicht gelernt andere zu akzeptieren. Du hast nicht gelernt, die Welt zu akzeptieren, wie sie ist – und das ist naiv. Viel zu viele Menschen, Männer wie Frauen, schreiten in eine Angelegenheit, sei es eine Beziehung oder aber eine geschäftliche Verhandlung, mit der Grundeinstellung, dass sie ihren Gegenüber verändern können.

Es wird dann so gerechtfertigt, dass man seinen Gegenüber nur „etwas besser“ machen wolle. Ein wirklicher Optimist jedoch erkennt, dass er oder sie nur das verändern kann, worüber er direkten Einfluss hat. Und normalerweise bedeutet das, dass nur du selbst das bist. Sobald du also Herr über dich selbst bist, und Empathie und Energie in jede Situation mitbringst, musst du deine interne Energie mit äußerlichem Verständnis kombinieren, dass manche Personen einfach nicht auf deinem Level sind. Und das ist okay. Du musst nur lernen, diese Schläge auch mal mitzunehmen, deinen geschützten Kern zu behalten unabhängig davon was andere darüber denken, was sie machen oder sagen.

Skizziere Deinen Pfad

Wie oft hörst du Leute sagen „ich mag, das was ich gerade mache nicht“? Und wenn du sie frägst, was sie anstelle dessen machen wollen, dann bekommst du die Antwort: „Ich weiß nicht, nur nicht das hier!“ Ich nehme mal an, solche Aussagen kamen dir bereits zu Ohren. Viele Menschen sind unzufrieden mit ihrer Arbeit oder ihren Aktivitäten des Lebens im Generellen, weil sie weder wissen, wieso sie es überhaupt angefangen haben. Noch wissen sie, wonach sie tatsächlich suchen.

Dem Geist ist es nur möglich abstrakte Gedanken auf einem theoretischen Level abzuarbeiten. Deswegen nennt man so etwas auch Theorien. Sie sind keine Realität. Wenn es um Realität geht, mag das Gehirn nur das Bearbeiten exakter und konkreter Sachlagen. Du kannst selten „etwas anderes“ in die Waagschale werfen und es ist zufriedenstellend.

Aber wenn du beispielsweise sagst, „ich möchte in die Autorenindustrie treten“, dann gibst du deinen Gedanken, etwas das sie greifen können, und etwas auf das gezielt hingearbeitet werden kann.

Ich glaube auch, dass viele Männer unglücklich sind, weil ihnen eine Bestimmung im Leben fehlt. Und hier kommt die Idee, deinen Weg auf zu skizzieren ins Spiel. Ein Ziel definieren und all deine Kraft und Anstrengung reinsetzen gibt dir das Gefühl einer Bestimmung im Leben. Das bedeutet natürlich nicht, dass du nur ein Ziel in deinem Leben haben sollst und das dein einziger Zweck ist – im Gegenteil. Regisseure machen nicht nur einen Film und gehen dann in Ruhestand. Autoren schreiben nicht nur eine Geschichte und hören dann auf.

Das Leben der wirklich erfolgreichen Leute ist definiert durch ein Konstrukt aus Arbeit. Ich denke, dass es für manchen, als eine Person mit großen Ambitionen, verwirrend sein kann. Du liest darüber wie erfolgreich diese Leute sind, was sie alles erreicht haben, aber vergisst dabei, welche Mühen sie dafür auf sich nehmen mussten und das zu erreichen. Davon abgesehen, dass sie sobald sie etwas großes errichtet haben, nach dem nächsten, noch größeren streben.

Gutes Beispiel hierfür ist Bill Gates. Nicht nur hat er mit Microsoft einen der erfolgreichsten Konzerne aufgebaut, nein er hat auch mit der Bill and Melinda Gates Foundation eine gemeinnützige Stiftung aufgebaut, die gutes rund um den Globus tut. Oder J.K. Rowling. Obwohl sie einer der meistgelesenen und geliebten Kinderbücher Serie geschrieben hat, ruht sie sich nicht einfach aus, sondern schreibt an neuen Projekten und hat unlängst eine Erwachsenen Novelle herausgebracht.

Und als Optimist nimmst du diese Mühen und Strapazen auf dich auf, denn du weißt, dass es nicht die einzigen deines Lebens bleiben werden. Und wenn es dir nicht gefällt, kannst du immer noch abspringen. Und wenn du etwas erfolgreich erledigst, ist es unumgänglich, dass es dir nach mehr dürstet, so dass du zum nächsten Punkt übergehst.

Aber du brauchst einen Plan. Du musst dir selbst ein konkretes Ziel geben, und konkrete Schritte dafür notieren, anhand derer du dein Ziel erreichst. Das ist der letzte und wichtigste Punkt auf deinem Weg ein wahrer Optimist zu werden. Ausdauernder Optimismus kommt davon, dass du einen Zweck größer als du selbst findest. Es kann natürlich etwas sein, woraus du einen Vorteil schlägst, aber er muss größer sein als du.

Also skizziere deinen Weg und blicke durch ihn am Ende des Weges.

 

Optimismus ist sicherlich eine viel gepriesene Einstellung der westlichen Welt und macht auch Sinn, da es viele Vorteile bringt. Es benötigt jedoch die richtigen Prozesse und Denkweisen um eher beständig als flüchtig zu sein.

Und dann wirst du sehen, dass du nicht nur den Erfolg feiern kannst, sondern du wirst auch die Fähigkeit haben Niederlagen einzustecken.

 

Cheers,

Tim